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Wie bist du zur Holzbildhauerei gekommen?
Nach dem Bau meines Holzhauses war ein Balken übrig. Den wollte ich nicht wegwerfen und hab angefangen, eine Skulptur aus ihm zu fertigen. Das hat mir dann so einen Spaß gemacht, dass daraus das entstanden ist, wo ich heute stehe. Eigentlich komme ich aus der Zeichenrichtung. Ich hab viel gezeichnet
und öfter mit Soralin gearbeitet. Damit hab ich comicmäßige Figuren gebaut und Leute in dieser Form portraitiert. Also bin ich nicht gleich von null auf hundert mit der Holzbildhauerei gestartet. Da waren schon Andeutungen da. Später wandte ich mich einfachen Darstellungen in Holz zu.
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Wie bist du zur
Holzbildhauerei gekommen?
Ein Knackpunkt für die Holzbildhauerei und mein gesamtes Leben war
mein Burnout nach 10 Jahren als Notfallsanitäter. Zu diesem Zeitpunkt hab
ich mich auf die Holzbildhaurei als einen Ausgleich zur Arbeit fokussiert.
Das hat nachhaltig funktioniert und ist heute meine Leidenschaft.
Die Idee
In den meisten Fällen ist
die Idee einfach auf den ersten Blick da. Das ist das, was ich so alltäglich im Kopf mit mir rumtrage.
Archiv und Holz
Nach dem ersten Blick durchsuche ich mein
gedankliches Archiv
nach Geschichten, die
zum Holz passen.
Die Umsetzung
Es folgt eine grobe Vorarbeit und ein Vorschnitt. Dann werden die ersten Konturen angezeichnet. Danach mehr und mehr verfeinert.
Was ist deine Botschaft?
Eine Botschaft ist definitiv, dass man aus dem Talent, was man hat, einfach was machen sollte. Für mich erfüllt das, neben meiner Arbeit, mein Leben absolut mit Sinn. Das find ich geil, nicht einfach so durchs Leben zu watscheln, sondern etwas draus zu machen. Die eigene Leidenschaft ausleben. Das ist viel besser, als einfach nur da zu sein — das ist nicht mein Anspruch. Ich transportiere meine Weltsicht, meine Gedanken und Emotionen über die Skulpturen nach außen.
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Meine Skulpturen tragen immer, mal mehr,
mal weniger, ein Stück meiner Persönlichkeit mit sich. Oder anders gesagt, eine gewisse Reflexion meiner selbst. Der Bezug zu
meinem Leben, zu meiner Geschichte, meinen Gefühlen und Gedanken ist immer gegeben.
Es soll nie auf den ersten Blick erkennbar werden, womit sich die Skulptur tatsächlich beschäftigt. Das hat sich so entwickelt, dass ich meine ganz persönlichen Geschichten
in die Skulpturen einarbeite. Dafür brauche
ich diesen teils gedanklichen, teils intuitiven
Prozess vor dem Handwerk.
Auch eine gewisse Aufwändigkeit ist
prägend für meine Arbeit. Optisch und
haptisch fällt Ausstellungsbesuchern auf, dass der Detailgrad sehr hoch ist und viel Zeit und Konzentration bedarf.
Was macht deine Werke besonders?
Ganz banal gesagt meine ganz eigene Geschichte und mein eigenes Herangehen.
Meine Namen, die Geschichten und das Konzept stehen vorher. Dazu hab ich ein
metaphorisches Archiv in meinem Kopf mit Situationen, Geschichten, Stimmungen, Begebenheiten, die ich gern ausdrücken
würde. Sehe ich ein Stück Holz, läuft
automatisch eine Suche nach der zum Holz passenden Geschichte ab. Das dauert mal länger, mal kürzer. Haben sich Holz und Geschichte gefunden, plane ich die
handwerkliche Umsetzung. Auf jeden Fall
sind es letztendlich nur die Gegeben-
heiten des Holzes, die mich vielleicht noch
von meinem Plan im Kopf abbringen.
Meine Werkstatt ist einer der gemütlichsten Orte, die ich kenne auf der Welt. Mit einer
der schönsten Aussichten auf der Welt.
Das liegt einfach daran, dass ich darin
von vielen Dingen umgeben bin, die
mich berührt haben und berühren.
Wenn ich ein Holz wäre, dann
entweder Apfel- oder Olivenholz.
Es ist hart und facettenreich.
Mehr Inspiration gibt es eigentlich nicht, als hier in Spremberg. Ich brauche diese Weite und dieses Mitten in der Natur sein. Das ist meine Basis. Ich brauche ein bisschen Ruhe und das Gefühl, so wie ich es hier hab.